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Funktionelle endoskopische Sinusoperation (FESS Operation)

Nasennebenhöhlenerkrankungen gehören zu den in Europa am häufigsten belegten Gesundheitsstörungen. Glücklicherweise gibt es dafür ein breites Spektrum von medizinischen und chirurgischen Therapiemöglichkeiten. Darüber hinaus werden laufend neue Behandlungskonzepte entwickelt. Dr. Economou stimmt seine Therapien genau auf seine Patienten ab. So erhält jeder von ihnen die für seinen speziellen Fall am besten geeignete Behandlung. Seine therapeutischen Ansätze umfassen sowohl nicht operative als auch chirurgische Verfahren. Unser Ziel ist es, die Funktion von Nase und Nebenhöhlen zu erhalten und gegebenenfalls zu verbessern. Die Nasenchirurgie ist dann erforderlich, wenn alle medizinischen Therapien erfolglos bleiben.

Als Sinus (Nebenhöhlen) bezeichnet man Hohlräume innerhalb des Gesichts, die von dünnem Schleimhautgewebe bedeckt sind. Ihre Größe variiert von einigen Zentimetern (Kieferhöhle, Stirnhöhle) bis zu wenigen Millimetern (Siebbeinhöhle). Winzige Kanäle, die man in der Medizin ostiomeatale Komplexe nennt, verbinden diese Hohlräume miteinander und mit dem Naseninnern.

Sammeln sich übermäßig produzierte Viren, Allergene und Staub in der Nase, können sich die Nasennebenhöhlen nicht wie normalerweise üblich entleeren. In diesem Fall kommt es oft zur Sinusinfektion (Sinusitis). Da Nasenpassage und Nebenhöhlen nur wenige Millimeter breit sind, kann sogar ein winziger Infektionsherd eine Nebenhöhlenentzündung auslösen. Ein schiefes Septum und vergrößerte Nasenmuscheln verengen den ohnehin schon schmalen Durchgang noch zusätzlich und können dadurch eine Nebenhöhleninfektion verursachen.

Die Betroffenen haben:
– dickflüssiges, gelbliches oder grünliches übelriechendes Nasensekret: Dieses deutet auf eine bakterielle Ursache der Sinusitis hin und wird entweder über die Nase entfernt, abgehustet oder unter Schwierigkeiten aus Nase und Nebenhöhlen geschnäuzt.
– Kopf- oder Gesichtsschmerzen: Die zarte Schleimhautoberfläche ist äußerst empfindlich. Drückt der dickflüssige Nasenschleim darauf, kann es zu heftigen Schmerzen im Bereich von Kopf, Zähnen, Wangen und Stirn kommen. Weitere mögliche Folgen sind eine blockierte Nase und ein steifer Nacken oder Kiefer.
– wiederkehrende Infektionen: Schwellungen können die Nebenhöhlendurchgänge so verengen, dass es leicht zur Infektion kommt. Das liegt daran, dass das infizierte Nasensekret dann schlechter abfließt und die Krankheitserreger sich so noch schneller vermehren. Außerdem können die dort befindlichen Bakterienstämme gegen Antibiotika resistent werden.
– starke Müdigkeit und Erschöpfung: Da das Bekämpfen von Infektionen den menschlichen Organismus viel Kraft kostet und die eingeschränkte Nasenatmung den Körper noch zusätzlich belastet, kann die Sinusitis den Patienten um seine Nachtruhe bringen und Müdigkeit und Erschöpfungszustände zur Folge haben.

Um eine akute Sinusitis erfolgreich zu therapieren, verwendet man oft Antibiotika, die auf den jeweiligen Bakterientyp abgestimmt sind. Bringt diese Behandlung nicht den beabsichtigten Erfolg, macht der Facharzt einen CT Scan der Nebenhöhlen und weitere Untersuchungen. Die Kombination von Antiallergika, Nasensprays, Inhalationen mit Kochsalzlösung und nasalen Dekongestionsmitteln bewirkt oft eine zusätzliche Besserung des Gesundheitszustands. Außerdem kann es zur Linderung der Symptome hilfreich sein, den Teppich zu entfernen und einen speziellen Luftreiniger zu verwenden.

Helfen die verordneten Arzneimittel und Therapien nicht, kann eine funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenoperation Ihre Lebensqualität deutlich steigern. Im Rahmen dieses chirurgischen Eingriffs beseitigt der Nasenchirurg die in den Nasennebenhöhlen befindlichen Blockaden, sodass sie wieder durch ihre natürliche Öffnung belüftet und entleert werden können.

Während der standardmäßig durchgeführten minimalinvasiven FESS Operation entfernt der Mediziner das infizierte und überflüssige Gewebe. Für andere Patienten ist die Ballon-Sinuplastik besser geeignet: Bei diesem operativen Eingriff öffnet der Nasenchirurg die Nasennebenhöhlen, indem er einen winzigen Ballonkatheter in die Nase einführt und an der dafür vorgesehenen Stelle aufpumpt. Der Ballon erweitert die Nebenhöhlenöffnung schonend und ohne Gewebeentfernung. Bei den selten vorkommenden schwierigen Fällen muss der Patient auf traditionelle Weise mit Haut- und Ohrschnitten operiert werden.

Die fortschrittlichen Operationstechniken des Dr. Economou gewährleisten eine schnelle und problemlose Rekonvaleszenz. Da Dr. Economou Ihre Nase nach dem Eingriff nicht tamponiert, ist eine zusätzliche Narbenbildung im Naseninnern ausgeschlossen. Unsere Patienten leiden außerdem weniger häufig an Schwellungen und Blutergüssen und können ihre normalen Alltagsaktivitäten meist innerhalb von sieben bis zehn Tagen wieder aufnehmen.

Da jeder Mensch eine individuelle Schmerztoleranz hat, kann man nicht pauschal sagen, ob Sie nach dem operativen Eingriff Schmerzen haben oder nicht. Sie erhalten aber von Ihrem behandelnden Arzt Schmerztabletten, die Sie im Bedarfsfall einnehmen können. Außerdem weist er Sie darauf hin, welche postoperativen Beschwerden möglicherweise auftreten. Oft haben frisch operierte Patienten den Eindruck, die schlimmste Erkältung ihres Lebens zu haben: Ihre Nase fühlt sich geschwollen und wund an. Wurde ein Stück Knochen entfernt, verspüren sie an dieser Stelle eventuell dumpfe pochende Schmerzen. Außerdem kann es nach der Sinusoperation zu leichten Gesichtsschwellungen kommen. Dr. Economou muss die Nase aber nur selten abschließend tamponieren. Auf diese Weise vermeidet er zusätzliche Druckgefühle und Schmerzen, die durch die Tamponage entstehen. Am sechsten oder siebten Tag nach dem chirurgischen Eingriff entfernt er vorsichtig die Fäden und Verkrustungen, was allerdings manchmal Beschwerden auslöst.

Nimmt Ihr Nasenchirurg eine Nasenscheidewand Korrektur mit Verkleinerung der Nasenmuscheln, einen Eingriff am Siebbein (Ethmoidektomie) oder eine Oberkiefer-Antrostomie vor, werden Sie vermutlich ähnliche Symptome feststellen: Ihre Nase ist angeschwollen und druckempfindlich. Möglicherweise haben Sie auch das Gefühl, an einer leichten Erkältung zu leiden. Das liegt daran, dass sich in Ihrer Nase Sekret, getrocknetes Blut, Krusten und eine Entzündung befinden. Um die Heilung zu beschleunigen, bekommen Sie ein kochsalzhaltiges Nasengel, eine Nasenspülung oder eine antibiotische Salbe oder kombinieren die drei Anwendungen miteinander. Bis Sie sich wieder völlig gesund fühlen, kann es jedoch einige Wochen dauern.

Um das bestmögliche postoperative Ergebnis zu erzielen, ist eine gute medizinische Nachsorge unverzichtbar. Der erste Nachsorgetermin findet etwa eine Woche nach dem chirurgischen Eingriff statt. Danach wird das Behandlungsareal so oft wie nötig mit dem Endoskop untersucht und vorsichtig gesäubert.

Am Tag Ihrer Entlassung erhalten Sie Anweisungen, die Sie bitte zu Hause befolgen: Spülen Sie bitte zweimal täglich Ihre Nasennebenhöhlen mit einer sterilen Kochsalzlösung. Um nachts besser Luft zu bekommen, schlafen Sie während der ersten zwei oder drei Wochen nach dem Eingriff am besten mit einem zusätzlichen Kissen unter dem Kopf. Haben Sie den Eindruck, zu stark aus der Nase zu bluten, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt oder suchen das nächste Krankenhaus auf.

Damit Ihre Wunde gut verheilt, sollten Sie während der ersten 14 Tage nach dem Eingriff unter keinen Umständen die Nase schnäuzen. Müssen Sie niesen, tun Sie dies bitte nur mit geöffnetem Mund. Üben Sie mindestens sechs Wochen nach der Operation keine Kontaktsportarten aus. Verzichten Sie außerdem auf Ihr Fitnesscenter und vermeiden Sie wenigstens zwei bis drei Wochen lang anstrengende körperliche Tätigkeiten, damit Sie kein Nasenbluten bekommen.

Nehmen Sie weder Ibuprofen noch Aspirin ein. Diese Medikamente können den Blutgerinnungsprozess hemmen und zu verstärkten Blutungen führen.

Jeder Patient bekommt nach der Operation spezielle postoperative Anweisungen in Schriftform ausgehändigt.